5 Fragen an Dr. Egger
16.05.2022 Zeit: 0 Minuten

5 Fragen an Dr. Egger

Von Selbstständigkeit, Digitalisierung und Veränderungen in der Dentalbranche

Dr. Roland Egger ist ein erfahrener Zahnarzt. 1991 hat er seine eigene Praxis in Schöfflisdorf eröffnet. Nach rund 28 Jahren der Selbstständigkeit hat sich Dr. Roland Egger zu einem wichtigen Schritt entschieden. 2019 hat er zu Denteo gewechselt und seiner Praxis frischen Aufwind verliehen.

Wir haben mit Dr. Egger über seinen Entscheid, die Digitalisierung und die Veränderungen in der Dentalbranche gesprochen.

Wieso haben Sie sich so spät noch auf eine neue Software eingelassen?

Ich interessiere mich grundsätzlich für neue, innovative Technologien. Zudem will ich nicht, dass der Alterungsprozess meiner Praxis mir vorschreibt, wann ich in Pension gehen muss. Ich möchte selbst bestimmen, wie lange ich arbeite. Das geht nur, wenn meine Praxis auf dem neuesten Stand ist.

Ausserdem steigert sich der Verkaufswert der Praxis, wenn sie voll digitalisiert ist. Und junge Zahnärzt:innen haben Erwartungen und Bedürfnisse, welche mit analogen Technologien nicht abgedeckt werden können. Wenn ein:e potenzielle:r Nachfolger:in meine Praxis anschaut und Stapel von Patient:innengeschichten oder ein analoges Röntgengerät sichtet, wird sie/er sich freundlich, aber rasch von mir verabschieden.

Was hat sich seit Ihrer Gründung im Jahr 1991 am meisten verändert?

Das Wissen der Patient:innen. Durch das Internet behandeln wir heute informierte Leute. Sie wissen, wie eine moderne Praxis aussieht, welche Behandlungen wir anbieten und was neu auf dem Markt ist. Da muss man mithalten können und auch die eigenen Services anpassen. Unsere Patient:innen schätzen zum Beispiel die Terminerinnerungen via SMS sehr.

Wo sehen Sie das grösste Zukunftspotenzial für die Dentalbranche?

In der Digitalisierung. Die Zahnmedizin wird virtualisiert und es findet eine Entmaterialisierung und Vereinfachung der Arbeitsprozesse statt.

Der herkömmliche Kieferabdruck wird zum Beispiel verschwinden, der Scanner übernimmt. Abdrücke werden jetzt bereits kaum mehr per Post verschickt, die Datenübermittlung an Techniker:innen erfolgt digital. Wenn man am Puls bleibt und die Digitalisierung richtig nutzt, wird das mehr Segen als Fluch sein. Das volle Ausmass der Digitalisierung kann ich aber nicht abschätzen.

Was würden Sie jüngeren Kolleg:innen mit auf den Weg geben?

Die Selbstständigkeit ist allen zu empfehlen. Mir wurde nie langweilig, es läuft immer etwas. Man muss sich weiterbilden, am Ball bleiben und darf sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. Das hält einen auf Trab. Wer Drive hat und motiviert ist, wird durch die Selbstständigkeit glücklich. Und man soll sich die Digitalisierung zu Nutze machen, sodass man sich weniger um die IT und mehr ums Kerngeschäft der Praxis kümmern kann.

Was sind Ihre beruflichen nächsten Schritte?

Die Übergabe ist ein wichtiger Faktor, um den ich mir Gedanken machen werde, 2–3 Jahre vor der Pension. Aktuell möchte ich aber so lange wie möglich weiter arbeiten, was mir durch meine digitalisierte Praxis möglich ist.

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Wir haben einen Artikel geschrieben, wieso sich Denteo besonders für etablierte Praxen lohnt – nicht nur finanziell.